Gedanken zur eigenen Motivation

Nachdem ich gestern mal wieder motiviert wurde, doch meine Gedanken etwas breiter verfügbar zu machen, nehme ich das tatsächlich einfach mal zum Anlass, zumindest mal das erste der beiden Themen, die mich im Moment sehr umtreiben, aufzuschreiben, wobei, ich kann hier sicherlich nur einen Teil der Gedanken zu dem Thema aufschreiben, es bedarf noch einer Menge weiterer Posts, aber schauen wir mal…
Die beiden Themen, die mich im Moment beschäftigen sind:
– IT Security (im Zeichen all der Bugs, die wir in den letzten paar Wochen immer wieder sehen)
– Gedanken dazu, wie ich mein Leben besser sortiere

Letzteres ist dann auch das Thema, über das ich heute schreiben möchte. Ausgelöst, bzw zurück in den Fokus kamen diese Gedanken sicherlich durch eine schwierige Zeit im letzten Jahr, die ich im nachhinein einfach als zu intensiv erlebt habe. Sie war schwierig, ja, aber ich will sie nicht als schlecht bezeichnen, denn sie hat mich vorran gebracht. Und letztlich ist das auch der Kerngedanke, den ich hier darstellen möchte. Wie eigentlich stelle ich mich solchen Problemen und schweren Zeiten.

Um kurz einen kleinen Bogen zu spannen – ich habe seit einiger Zeit, in der ich es mir angewöhnt habe, mir einfach jeden Tag die Zeit zu nehmen, einen Waldspaziergang zu machen und den Kopf frei zu bekommen und über andere Dinge als Arbeit nachzudenken, angewöhnt, Podcasts zu hören. Zu vielen Unterschiedlichen Themen, aber 2 Podcasts haben in diesem ganzen System ein paar interessante Ideen beigesteuert:
– Lerne Psychologie (iTunes)
Der Podcast selber ist von einem Psychologen, der sich auf Wirtschaft fokussiert. Neben einigen Gedanken dazu, wie man erfolgreich ist in dem, was man tut, habe ich letzte Woche eine Folge gehört, die er mit einem anderen Publisher von Podcasts gemacht hat…
– Der Bewohnerfrei Podcast (iTunes)
Tobias scheint eine interessante Vergangenheit zu haben, hat ein diagnostizierte Lernschwäche, ist aber trotzdem erfolgreich geworden. Hier fand ich insbesondere die Folgen 121 & 122 mit Karl Pilsl interessant

Zusammenfassend ging es in der Folge mit Karl Pilsl darum, wie er ein erfolgreicher Unternehmer werden konnte. Sein einfaches Rezept war letztlich, Dinge anzupacken. Ich stimme ganz sicher nicht mit all seinen Punkten überein und sehe einiges auch anders, aber der Punkt hier ist sehr valide. Es gibt immer Möglichkeiten, Dinge zu tun, selber in die Lead zu gehen, anstatt sich passiv zu verhalten. Klar, Dinge gehen schief, aber lernen wir nicht daraus? Beim nächsten Versuchen machen wir hoffentlich Dinge anders, schauen, woran der Fehlschlag lag und versuchen das Problem anders anzugehen.
Zwei Gedanken aus dem Podcast finde ich wirklich erwähnenswert:
1) Wir haben es in der Hand, wie wir unsere Kinder erziehen. Kritisieren wir Fehler oder loben wir die Kinder für die guten Dinge. Denn übermäßige Kritik erstickt irgendwann Eigeninitiative, Lob ermutigt, weiter zu machen
2) Nur vom abwarten hat sich noch nie etwas verändert – Einfach gesagt, ich kann nicht das Ziel haben, reich zu sein und abwarten, daß es passiert (man könnte meinen, daß das oft in Castingshows kultiviert wird: ich komme an und bin morgen Superstar, ohne was dafür zu tun ….. Aber, ganz anders Thema…..)

Ich möchte zu diesen beiden Gedanken einen dritten von Matthias stellen, der zum Thema der – sicherlich im Moment für viele aktuell – Vorsätze für ein neues Jahr auch gesagt hat, daß wir alle sehr dazu neigen, zu uns selber zu Streng zu sein. Ja, wir alle wollen mehr Sport machen, dann lassen wir es bleiben und machen daraus dann früher oder später eine große Katastrophe und kommen zu dem Schluss, daß wir es doch nicht schaffen und uns das dann das Recht gibt, aufzugeben.

Ein kurzer vierter Gedanke, bevor ich versuche, meine Gedanken dann mal darzulegen: Ich hatte auf einer Firmenmesse die Chance, Ben Zander Live zu sehen. Und es war absolut inspirierend, was er gemacht hat. Dieser Mann (früher Dirigent des Boston Philhamonic Orchestra) hat es geschafft, 5000 Menschen in Orland dazu zu bringen, die Ode an die Freude zu singen – in Deutsch!!!!! und mit Passion. Wobei seine Message eigentlich sehr einfach war: Ich kann auf alles, was mir passiert, als “Downward Spiral” schauen und mich treiben lassen – ODER ich sehe es als eine Chance, was zu ändern und anders zu machen.

Eines möchte ich noch sagen, bevor ich zu den Gedanken komme. Das hier ist nicht Schwarz-Weiss. Es hat nicht mal Grauzonen dazwischen, sondern FARBEN.

Also, die Gedanken kommen letztlich auf etwas sehr einfaches zurück: Wir haben es selber in der Hand, was wir tun. Nicht irgendwer anders, sondern WIR. Wir können uns letztlich bei fast allen Dingen entscheiden, sind wir passiv oder aktiv? Wollen wir bei einer Sache am Lenkrad sitzen oder auf dem Beifahrersitz.
Ich mache das mal ein einem Beispiel fest: Wenn ich eine Wohnung gemietet habe und der Vermieter erhöht exorbitant die Miete – WER zwingt mich, weiter in der Wohnung zu leben? Ich kann mich darum kümmern, was anders zu finden, wenn ich den will. Oder ich kann nichts tun und es einfach hinnehmen.
Hier möchte ich gerne etwas einwerfen, was ich für mich versuche – nämlich solche Dinge bewußt zu entscheiden. Ich möchte nicht sagen, daß das eine oder das andere richtiger ist. Ich kann durchaus entscheiden, daß ich die Erhöhung hinnehme, weil ich selber mehr verdiene, weil mein Umfeld da ist, was auch immer. Aber eine bewußte Entscheidung sollte letztlich dazu führen, daß ich danach dann eben nicht meckere, was passiert ist, sondern mich damit arangieren kann. Ich finde das extrem wichtig, eben auch, wenn ich für mich selber zurück schaue, auf Entscheidungen, die ich in der Vergangenheit getroffen habe. Ich merke für mich selber, wenn ich sie bewußt getroffen habe, gehe ich besser damit um. Das heisst natürlich nicht, daß ich Entscheidungen nicht revidiere, aber eben nicht versuche, zu meckern. Eines der besten Beispiele hier ist hoffentlich die Ehe. Bei der Heirat werden wir gefragt, ob wir den Partner in guten und schlechten Tagen ehren wollen. Ich finde, wenn ich das mal als eine hoffentlich bewußte Entscheidung sehe, ist es auch viel einfacher, bei Probleme, die natürlich kommen, anders damit umzugehen und nicht einfach wegzulaufen. Ich hoffe, das macht irgendwie Sinn……
Der dritte Gedanke, der mir selber kam, ist der ökonomische (ja, ich bin Kaufmann, ich weiss 😉 )
Für mich spielt immer auch die Frage, wie hoch der Aufwand ist und welches Ziel ich erreichen kann, eine Rolle, um dann zu entscheiden, wie ich mit einer bestimmten Situation umgehen kann und will.

Vielleicht versuche ich einfach mal ein paar Beispiele zu bringen:
1) Bankverbindung
Ich war lange Jahre Kunde einer Bank bei meinen Eltern. Ich hatte Onlinebanking, ich brauchte keine Filiale. Aber die Konditionen wurden immer schlechter, Gebühren wurden erhoben, ich wurde bei Änderungen nicht wirklich informiert und meine Konditionen waren irgendwann individuell ausgehandelt für 1 Jahr. Letztlich irgendwie akzeptabel- aber eben auch nicht. Ich bin für mich dann irgendwann an den Punkt gekommen – in diesem Fall durch ein Angebot, das ich von einem Bekannten erhalten haben – die Bank zu wechseln. Ja, es war nervig und hat Arbeit gemacht. Aber es hat sich für mich gelohnt. Ich habe die Konditionen, die ich haben wollte, ich habe nichts verloren – außer den Ärger mit der alten Bank
2) Mein Auto
Das ganze hier ist eine sehr lange Geschichte, aber um es kurz zu machen, ich hatte mein Auto in der Werkstatt in Walldorf, es wurde etwas auf Garantie gemacht, dann sollte ich es doch bezahlen. Opel wollte die Kosten aufgrund von Prozessen nicht übernehmen, es ging letztlich so weit, daß ich schon einen Anwalt eingeschaltet hatte, bzw die Schiedsstelle. Ich habe mich dem Ärger ausgesetzt mit dem Resultat, daß ich nichts gezahlt habe und wir die Werkstatt meiden werden, bzw eben auch beim Kauf des nächsten Autos sehr viel offener schauen werden.
3) Motorradkauf
Das ganze ist eine sehr ähnliche Geschichte. Ich wollte ein Motorrad in Mannheim kaufen, der Kaufvertrag war 20 Seiten lang. Leider muß ich mich zu sehr mit Verträgen beschäftigen, ich habe ihn also gelesen und bin über einen Haufen Dinge gestolpert. Das ganze mündete in dem Angebot des Händlers, daß ich streichen durfte, was ich wollte. Aber ist das noch seriös? Ich habe für mich entschieden, daß das ganze nur Ärger nach sich ziehen wird und eben nicht gekauft – nur um dann 1 Woche später mein jetziges Moped zu finden!

Diese Liste geht weiter, aber ich hoffe, man sieht die drei Punkte, die ich eben oben beschrieben habe….. Wir haben eigentlich immer eine Möglichkeit, etwas zu ändern, wenn wir es wollen. ABER es bedeutet Arbeit, es bedeutet manchmal Ärger und vor allem, daß wir aus unserer Comfort Zone raus müssen. Aber ich finde für mich, daß es das oft wirklich wert ist.
Die Amerikaner haben ein sehr schönes Sprichwort – The only constant is change. Wir können Änderungen und Wandel nicht aufhalten. Wir können es nicht verhindern, daß sich unser Umfeld ändert, das tut es jeden Tag. Oder daß unsere Lieblingsband ein scheiss Album aufnimmt, ihren Stil verändert oder was auch immer. Aber wir haben doch alle einen Verstand, um ihn zu gebrauchen und zu entscheiden, wie wir damit umgehen und welche Möglichkeiten das ganze für uns hat! Eine Änderung ist immer auch eine Chance für uns, weil sich eine Variable im System ändert, weil wir vielleicht Dinge leichter tun können als vorher.
Ich würde für mich selber auch sogar so weit gehen, zu sagen, es hält uns auch geistig fit, es verhindert, daß wir einrosten, wenn wir es akzeptieren können, daß sich Dinge ändern und wir es nicht verhindern können. Das alles macht das Leben leichter, macht es viel einfacher mit Veränderungen umzugehen.

Wir können für uns selber entscheiden, was und wer wir sein wollen: Der Beifahrer, der passiv ist oder der Fahrer, der steuert.

Vieles davon hören wir schon in der Sprache, wie wir selber kommunizieren. Meine Eltern sagen immer so schön “Wir müssen zu XYZ auf den Geburtstag” oder “Wir müssen ja abc machen”. Für mich ist das ein eindeutiges Zeichen, daß man sich in eine total passive Rolle zurück zieht – und in diesem besonderen Fall – auch alle anderen für das eigene Leben verantwortlich macht. Aber fragt Euch mal selber – stimmt das? Wer ist für verantwortlich für DEIN leben?

In diesem Sinne – fangt an, irgendwo aktiv zu werden, etwas zu ändern. Nehmt Euch nicht gleich die großen Probleme vor- Übt erst und löst Probleme Schritt für Schritt. Ich habe gestern einen klagen Satz gehört, den ich hier zum Abschluss einfach noch mal zitieren möchte:
“wenn was nicht funktioniert, ist es doch viel besser wenigstens zu versuchen, es ändern, als gar nichts zu tun. Denn durch das nichtstun ändert sich schon mal überhaupt nichts, es kann nicht besser werden!”

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