Traveling with Deutsche Bahn ….

Diesen Post schreibe ich dann doch mal wieder in Deutsch, weil es das ganze einfacher macht und auch eher an deutsche Leser als an internationale gerichtet ist ….

Ich bin seit einigen Jahren wieder vermehrt mit der Bahn unterwegs und das auch bewußt. Ja, wir alle regen uns gerne über die Bahn auf und es gibt extrem viel “Room for improvement” im Moment, aber ich denke, nach meinem Erlebnis von Donnerstag, daß wir doch auf hohem Niveau klagen (wenn auch natürlich zu recht).

Aber bevor ich zu der Story komme, kurz der Grund, warum ich so oft die Bahn nehme. Das ganze hat eigentlich einige sehr einfache Gründe:

Zum einen mal die Tatsache, daß ich in der Bahn arbeiten kann oder mich einfach entspannen kann und einen Film schauen kann. Ich muß mich nicht auf das Fahren konzentrieren, das ist insbesondere nach einem intensiven Arbeitstag mehr als angenehm. Da ich dann doch meistens eher in Großstädte fahre, ist es auch bei guter Infrastruktur am Zielort sehr angenehm, dort mit den öffentlichen zu fahren und dem Stau und der Parkplatzsuche zu entkommen. Letztlich bin ich meistens ähnlich lange mit der Bahn unterwegs, wie mit dem Auto …. Von den Kosten betrachtet ist es sicherlich auch, sofern ich alleine fahre, nicht teurer mit der Bahn zu reisen (ich habe eine BahnCard 50, die sich auch locker lohnt!)

Also, zurück zu der Story von Donnerstag (ich hatte ja auch schon zum Teil drüber getwittert) …

Am Donnerstag stand mal wieder ein Officetag in Nürnberg an. Da wir mitten in der Stadt sind und nur beschränkt Parkplätze zur Verfügung haben, bietet es sich an mit der Bahn zu fahren. Da die Bahn den Winterfahrplan offensichtlich im Hinblick auf meinen üblichen IC angepasst hat, bin ich entspannt mit dem RE gefahren, der zwar 10 min früher fährt, aber kaum länger nach Frankfurt braucht. Dort konnte ich dann endlich auch mal die Lounge testen und in Ruhe einen Kaffee trinken.

Dann ging es mit dem ICE weiter nach Nürnberg. Offensichtlich war der Zug ziemlich voll (Ich hatte erst am Mittwoch gebucht), daher war ich nicht im Ruhebereich (zumal ich auch einen ConfernceCall während der Fahrt hatte). Ich hatte mich kaum hingesetzt, da ging es los. In der Reihe vor mir waren Tische, besetzt mit 4 Pärchen aus dem Ruhrpott. Leider wurden alle Clichés erfüllt. Die Bierdosen standen auf dem Tisch bei den Männern, die Damen hatten Sekt offen. Das war ja alles kein Problem (auch wenn ich mich schon frage, warum man morgens um 8 schon so bechern muss, aber gut. Dummerweise war das ganz zunächst mit einer Lautstärke verbunden, dann wurde geknobelt (dabei wurden zuerst die Männer lauter, dann die Frauen, um mitzuhalten). Zuguterletzt kam dann der Bluetooth Lautsprecher raus und Schlager wurden gespielt. Alles doch etwas heavy, da halfen die besten Headsets auch nicht mehr viel. Telefonieren war auch irgendwie nicht möglich…. In Würzburg stieg dann noch ein Gruppe Twens ein, scheinbar auf dem Weg zum Ballermann und ich war final umzingelt. Letztlich finde es es nun nicht wirklich angenehm, von betrunkenen umgeben zu sein, aber ok. Aber der Lärm, der alle irgendwie geärgert hat, war dann doch etwas arg viel des guten. Die Kids waren tatsächlich auch noch betrunkener als die 50er …. Keine Ahnung, ob die Airline die noch in den Flieger gelassen hat…. Not my monkey, not my business.

Richtig grotesk wurde es, also die Ruhrpottler dann Kartoffelsalat und Frikadellen gefuttert haben (wurde auch fleissig im Zug angeboten). Keine Ahnung, warum man so wenig Rücksicht nimmt auf sein Umfeld – aber ich denke, ich bin auch damals selber das eine oder andere Mal etwas über die Stränge geschlafen. Wenigstens war der Schaffner hilfreich und hat versucht, die Gruppen daran zu erinnern, daß man nicht in einem Partyzug wäre …. Hat zumindest für 5 min geholfen 😉

Für diese Erlebnis kann die Bahn – NICHTS

Der Rückweg war dann der Klassiker. Beim Weg zum Bahnhof und checken des Zugstatus gab es die Meldung, daß der ICE nur mit einem Zugteil verkehrt, zum Glück der, in dem ich eine Reservierung hatte…. Es gab aber nach Frankfurt einen Ersatzzug. Der stand dann auch schon am Gleis und wartet. Ein Schaffner war nicht zu finden, um die beste Strategie für die Fahrt zu erfragen (Ersatzzug nehmen oder in den überfüllten Zug einsteigen und seinen Sitzplatz einfordern. Der Lockführer war dann hilfreich und meinte, Ersatzzug. Das habe ich dann auch gemacht in der Hoffnung, daß der typische Deutsche Bahnfahrer ganz sicher in den kurzen Zug einsteigt, weil der ja die richtige Zugnummer hat. War auch tatsächlich so, der Ersatzzug war angenehm leer und die Fahrt sehr entspannt.

Dummerweise ist dann mein Anschlusszug gestrichen worden – da die RE’s aber alle 30 min fahren, so what…. Der um 8 wäre auch nur 20 min früher zuhause angekommen als der um 20:30. Insgesamt ca 20 min später als der IC. Bei der Einfahrt in den Bahnhof kam uns der frühere RE schon entgegen, also wieder Lounge und dann entspannt den RE um 20:30 genommen. Das war dann pünktlich und entspannt bis zuhause.

Also . Kann ich mich darüber ärgern? Nein, sowas von gar nicht! Ich finde die Bahn hat mit dem Ersatzzug gut reagiert, wir waren mit 5 min Verspätung in FRA, ich hätte meinen IC locker erreicht, aber es gab gute Alternativen, weiter zu kommen. In Zeiten des Smartphones kann ich mich immer darüber informieren. Und letztlich kann immer irgendetwas passieren, von daher brauche ich doch irgendwie eine Möglichkeit, ein Problem zu umgehen.

Früher wäre ich in Panik verfallen, heute tue ich das nicht mehr …. Und wenn wir alle mal ehrlich sind: Auf der Autobahn kann ich im Stau stehen, ich kann einen Unfall haben, was auch immer. Wenn ich heute die Bahn nehme, plane ich so, daß ich Optionen habe und einen Puffer. Das würde ich mit dem Auto auch genau so tun. Von daher komme ich auch gut mit der Bahn klar.

Ja, es wäre besser, wenn ein um pünktlich wäre. Ich meine Anschlüsse immer bekomme, usw. Und wer mal in der Schweiz oder Holland Zug gefahren ist, sieht, daß es auch so geht! Von daher hoffe ich, daß die Bahn besser wird. Aber grundsätzlich bin ich, bis auf 1 Mal immer da angekommen, wo ich hin wollte. Und in dem Fall war ein Unwetter und die Strecke gesperrt…..

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