Ein paar politische Gedanken

… die natürlich duch die Bayern Wahl gestern getriggert wurden.

Ich fange mal auf der persönlichen Seite an. Ich habe mich gestern Abend erwischt, daß ich eine ganz andere Meinung zum Wahlausgang hatte, als ich das noch vor 10 Jahren hatte. Also habe ich mich gefragt, was eigentlich bei mir (und vielleicht auch bei vielen anderen passiert ist), daß sich so viel gerade verschiebt.

Vielleicht kann ich das für mich selber an drei Gedanken festmachen, die ich gestern so chronologisch hatte_

  1. Die Politik ist behäbig
  2. Die Menschen und was für sie wichtig ist, hat sich verändert
  3. Haben wir eine zusätzliche Spaltung der Gesellschaft, nicht nur beim Thema Einwanderunge?

Zum ersten Punkt – ich hatte seit Wochen den Eindruck, daß die Parteien in Bayern den Kopf irgendwie in den Sand gesteckt haben und nicht in der Lage waren, zeitnah auf Trends und Feedback zu regieren. Das beste Beispiel ist sicher die CSU (wenn auch nicht das einzige), die Umfragen wurden immer schlechter, wichtige Themen wurden aus meiner Sicht ignoriert. Aber es kam immer nur ein “weiter so, wird schon werden”. Wenn ich das mal auf die Wirtschaft transportiere, das ist genau das Verhalten, das Unternehmen in die Sackgasse führt. Wenn ich mich nicht an den Markt anpasse und das, was Leute wollen, dann überholt mich der Markt.

Beim zweiten Punkt denke ich, daß sich die Gesellschaft massiv verändert hat. Das ist mir gestern Abend am Beispiel der CO2 Emissionen klar geworden (und um ganz klar zu sein, das ist nur ein Beispiel und ich setze mich hier nicht mit dem Thema auseinander, sondern es ist ein Beispiel). In EU Parlament wird diskutiert, wie wir den Ausstoß von CO2 und Stickoxiden senken können. Deutschland geht mit einem Maximalangtebot von 30% in die Verhandlungen, unsere Umweltministerin ist von 50% als Ziel der Reduktion überzeugt. Aber die Deutsche Position sind 30%. Warum wollen müssen wir etwas tun? Weil wir ein Problem mit der globalen Erwärmung haben und sich unser Lebensraum drastisch verändern wird. Wie, kann heute keiner Abschätzen. Im glücklichsten Fall haben die Optimisten recht, im schlechtesten die Pessimisten. Wir alle aber werden damit leben müssen.

Aus diesem Kontext heraus finde ich es geradezu lächerlich, wenn sich Vertreter der Autoindustrie hinstellen und mit der Keule der Arbeitsplätze wedeln. Das kommt zurück zum Punkt eben. Wenn der Markt umweltfreundlichere Autos haben möchte und sie die deutsche Autoindustrie nicht liefern kann, dann kaufen wir woanders. SO einfach ist das. Ich frage mich aber ehrlich gesagt auch, wie jemand, der klar denken kann, seine Verantwortung im Bezug auf den Klimawandel wegnegieren kann. Das ist in meinen Augen nicht glaubwürdig. Und ich vermute auch in den Augen vieler Menschen in der Bevölkerung nicht mehr.

Was nützen und viele Arbeitsplätze, wenn unsere Kinder und Kindeskinder in ein paar Jahrzehnten nicht mehr auf der Erde leben können, weil wir sie ausgebeutet haben?

Der dritte Punkt war dann noch ein weiterer Schritt zu diesen Gedanken: Ich habe mich gefragt, ob wir eine Spaltung in Deutschland haben zwischen (extrem gesagt) Menschen die sich diese Gedanken machen und denen, die einfach nur egoistisch sind.

Ich möchte keinem vorschreiben, wie er denken soll (und ich selber habe auch die Weissheit nicht mit Löffeln gefressen), aber ich finde die eben beschriebene Argumentation der Autoindustrie fadenscheinig. Und den Support der Politik dafür. Wir müssen was ändern, denke ich. Und damit stehe ich nicht alleine.

Mehr und mehr Menschen sind bereit, sich zu (ver)ändern und Dinge anders zu machen. Und wir brauchen als Gesellschaft dazu eine Diskussion. Ich selber denke auch, wenn es etwas hilft, dann sollten wir Tempolimits auf Autobahnen einführen. Oder, oder, oder.

Es gibt genügend Dinge, die wir alle tun können. Aber ich glaube eben auch nicht, um hier zum schluss zu kommen, daß es ohne Debatte geht. Und genau aus dem Grund finde ich es schade, daß wir in Bayern vermutlich nicht die Regierung sehen werden, die die meisten Leute gewählt haben (nämlich schwarz-grün), sondern CSU und freie Wähler, weil man da “inhaltlich Näher beisammen ist”. Das gleiche haben wir bei der Bundestagswahl gesehen.

Ich würde allerdings mal behaupten, daß eine Mehrheit der Menschen diese Auseinandersetzung wollen und daß diese Haltung in 2 Wochen in Hessen zu einem führt: Die Mehrheiten werden sich noch mal verschieben, denn Menschen, die schwarz-grün wollen werden hergehen und anstatt CDU die grünen wählen, um ENDLICH dieser Foderunge nachdruck zu verleihen.

Aber schauen wir, was passiert ….

Es bleibt spannend……

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